Wer da so alles was manipuliert bei wikipedia
18. August 2007
Der kalifornische Student und Sicherheits-Experte Virgil Griffith hat einen Datenbank-Dump der englischen Wikipedia mit einer Datenbank der registrierten IP-Adressen von Firmen und Institutionen kombiniert. Damit filterte er 5,3 Millionen anonyme Änderungen von Wikipedia-Artikeln herau, die sich verschiedenen Institutionen oder auch IP-Adressen und Adressbereichen zuordnen lassen.
Damit lassen sich die zum Teil zwar kleinen aber subtilen Manipulationen einiger US-Institutionen leicht nachvollziehen. Und man lernt ein bisschen über die Art der Desinformation bei wikipedia. Funktioniert auch bei der deutschen Wikipedia. Schaut Euch mal an, wie Firmen und staatliche Organisationen lügen, betrügen und vor allem manipulieren! Mal sehen, ob in den Daten von wikipedia auch Ihre eigenen Bearbeitungen noch zu finden sind…
http://wikiscanner.virgil.gr/
Gerne könnt Ihr als Kommentare ein paar Beispiele hier posten. Wenn was zusammenkommt, wird eventuell hier oder bei brainwashing.qooperate.org ein eigener Bereich dafür eingerichtet. Danke!
Nonymisierung von wikipedia
20. Juli 2006
Die “freie Enzyklopädie” Wikipedia nimmt zunehmend auf der Angebotsseite der Information die Stellung ein, die Google auf der Nachfrageseite schon besetzt. Diese geballte Informationsmacht, diese Konzentration der Informationskontrolle wird - wie jede übermässige Konzentration - vermutlich früher oder später zu einem Kollaps führen.
Wikipedia stellt sich zwar selbst gerne als “freie” Enzyklopädie dar, jedoch liegt die Kontrolle über die bei Wikipedia veröffentlichten Informationen und Scheininformationen ausschliesslich bei deren Administratoren & Verwaltern der Kategorien. Die unzähligen Editoren haben keinerlei Chance, einen Artikel gegen den Willen der “Höherstehenden” durchzusetzen. Diese verstecken sich zudem hinter Pseudonymen und haben durch die Möglichkeit, mit möglicherweise eigenhändig manipulierten oder bewußt falsch oder gar verleumderisch verfassten Artikel ohne persönlichen Imageschaden durchzukommen.
So wurde von Wikipedia u.a. eine Wiki-Kampagne gegen den Initiator der kritischen und gemeinnützigen Organisation Public Information Research Daniel Brandt mit deren Webseite namebase.org durchgeführt. Jeder schaue sich die entsprechenden Einträge bei wikipedia selbst an und entscheide, ob dies neutrale Artikel sind, die einer Enzyklopädie würdig sind. (Jeder kennt sicher auch einige eigene solcher Beispiele!).
Nach der vorhergegangenen Gründung der kritischen Webseite google-watch.org wurde nun wikipedia-watch.org ins Leben gerufen. Um den Administratoren und Verwaltern das fälschen von Artikeln zu erschweren (Man schaue sich nur mal die erlogenen oder suggestiven Artikel zu einigen wissenschaftlich fundierten Technologien an!) wird bei wikipedia-watch an einer Liste der realen Personen hinter den Pseudonymen der 900 Administratoren und Verwalter von wikipedia gearbeitet. Hier der Link, obwohl eine Anonymisierung grundlegend (d.h. bei keinem Missbrauch) eigentlich positiv zu sehen ist.
Zudem als bedenkenswert anzusehen ist, dass die Hauptorganisation Wikipedia Foundation als Stiftung nicht gerade als demokratisch organisiert und geführt bezeichnet werden kann. Der Aufbau der Führungsstruktur und die Machtposition der Stiftungsvorständen erinnert durchaus an klassische Orden.
Der Organisationsform von wikipedia.de als Verein sieht auf den ersten Blick zwar “demokratisch und paritätisch” aus; bei genauerem Blick auf die Satzung wird die Unterordnung unter die US-Stiftung Wikimedia Foundation und die Möglichkeit des Ausschlusses aller Mitglieder, die die vom Vereinsvorstand erklärten und detaillierten Ziele des Vereins nicht ordnungsgemäß befolgen. Das in der Satzung definierte Schiedsgericht ist in seiner Zusammensetzung sicherlich nicht unbedingt einer gerechten Entscheidung in Streitfällen zuträglich.
Das Industriezeitalter hat zu Kriegen mit Maschinen geführt, das Informationszeitalter wird mit den Waffen der Information ausgefochten. Desinformation, Falschinformation, Suggestion und Nicht-Information gehören dabei zu den starken Mitteln.









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